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Bei der Bürgermühle beginnt nach links (Westen) auf der wasserlosen Seite der Stadt der doppelte Mauerring in Richtung zum ehemaligen Fellbacher Torturm. In diesem Zwischenraum, dem 'Zwinger', musste der Bürgermüller bei herzoglichen Jagden die Jagdhunde unterhalten. Später wurde der sogenannte 'Hundezwinger' vor allem von den Magistratsmitgliedern als Garten- und Grasplatz benutzt. Rechts oben auf der Stadtmauer thront über dem Zwinger der prächtige rote Fachwerkbau der alten Latein- und Realschule.

Abb.: Torwarthaus mit  Durchgang von der Langen Straße zum Zwinger (links), Blickrichtung vom Standort des ehemaligen 'Fellbacher Tors', Aufnahme aus den 1950er Jahren (Heimatverein Waiblingen e.V., Fotoarchiv Schwarzmaier

Durch denTorbogen des 1825 erbaute Torwarthauses gelangt man in die Fußgängerzone. Hier stand einst der Fellbacher Torturm, Hauptzugang zur Altstadt, der 1834 im Zuge der Stadterweiterung abgerissen wurde (Markierung im Bodenbelag). Von der einstigen Toranlage ist heute nur noch das Torwarthaus erhalten. Über dem Tordurchgang hängt die Replik eines Wappensteins mit dem Wappen Graf Ulrichs des Vielgeliebten (vor 1480). Das Original befand sich einst am Fellbacher Torturm, wurde beim Abbruch des Tores 1834 gesichert und in die Wappensammlung des Grafen Wilhelm von Württemberg, späterer Herzog von Urach, abgegeben. Seitdem ziert es den inneren Eingang des Schlosses Lichtenstein auf der Schwäbischen Alb.

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