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Neben den drei großen Stadttoren gab es noch drei kleinere Ausgänge durch die Stadtmauer: das Kapellentor beim Apothekergarten an der ehem. Nikolauskirche, das Bädertörle bei der Rems und das Tränktor bei der Weingärtner Vorstadt.

Der Name 'Tränktor' weist darauf hin, daß hier das Vieh zur Tränke an den Mühlkanal der Heinrichs- (später Häcker-)mühle getrieben wurde, der früher hinter dem gegenüberliegenden Mühlengebäude (heute Galeriecafé 'Disegno') floss. In die einstmals geschlossene Stadtmauer war an dieser Stelle ein Durchgang gebrochen, der laut alten Berichten " ,,, nur drei Schuh breit ... " war (ca. 90cm). Die Stadtmauer samt Tränktor wurde an dieser Stelle im 20. Jahrhundert zur Erschließung des dahinter liegenden Bereichs der Altstadt abgetragen.

Heute erinnert eine moderne stählerne Nachbildung mit Gedenktafel an die Brandkatastrophe von 1634, bei der das enge Tränktor von der panischen Bevölkerung als Fluchtweg benützt wurde, wobei viele Bewohner umkamen.

Abb: Stark idelaisierte Ansicht der Stadtmauerpartie beim Bädertörle im 18. Jahrhundert; Im Vordergrund Rems und Häckermühle (heute Galeriecafé Disegno), Bildmitte Stadtbefestigung mit Bädertörle, rechter Bildrand das heutige 'Haus der Stadtgeschichte', liner Bildrand Beinsteiner Torturm (Archiv Heimatverein e.V.; Fotoarchiv Schwarzmaier)

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