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Die »gotische« Spitzbogenöffnung (heute Schaufenster) mit dem Wappenschild war sehr wahrscheinlich der Eingang zum 1634 zerstörten Vorgängerbau. Dieser Türbogen ist das älteste bekannte Bauteil an einem Wohngebäude in der Altstadt (15. Jh.). Das Hifthorn mit Band stellt das Wappenzeichen der Herren Dürner von Dürnau dar. Dieses niedere Adelsgeschlecht war zeitweise Lehensträger von Hegnach (1438-1487) und hatte hier eine Stadtwohnung. Graf Ulrich V. kaufte 1459 hier ein Haus für seine seit 1457 geschiedene Schwester Gräfin Anna von Katzenelnbogen, die 1408 im Schloss Waiblingen als Tochter des Grafen Eberhard IV. und der Henriette von Mömpelgard geboren wurde, 1471 in Waiblingen gestorben ist und auch begraben wurde. Das prominente Anwesen erwarben später Reinhard von Gärtringen (bis 1478 Obervogt) und 1482 Kaspar von Kaltental.

Abb.: Wappenstein der Dürer von Dürnau am Spitzbogen des Gebäudes Kurze Straße 7, Aufnahme aus den 1950er Jahren (Heimatverein Waiblingen e.V., Fotoarchiv Schwarzmaier)

Das heutige Gebäude wurde im Rahmen des Wiederaufbaus der zerstörten Stadt nach 1634 auf den Ruinen des Vorgängerbaus errichtet.

Abb.: Blick in die untere Kurze Straße, Bildmitte das 'Gräfin-Anna-Haus' Kurze Straße 7; Aufnahme aus den 1950er Jahren (Heimatverein Waiblingen e.V., Fotoarchiv Schwarzmaier)

 

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