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Auf unserer Zeitreise in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts bewegen wir uns auf den Spuren König Wilhelms, der 1816 seinem Vater Friedrich I. auf den Thron gefolgt war und zu einem der größten Bauherren der württembergischen Geschichte werden. Die durch seinen Hofarchitekten, den Florentiner Giovanni Salucci errichteten Bauten gehören zu den bedeutendsten Beispielen des schwäbischen Klassizismus. Das Landschlösschen Weil in Esslingen war um 1818 neben dem Königlichen Gestüt errichtet worden. Dort soll sich auch jene Eifersuchtsszene zugetragen haben, die zum frühen Tod seiner Frau Katharina beitrug. Ihrem Wunsch gemäß, wurde sie 1824 in jener Grabkapelle auf dem Rotenberg beigesetzt, die anstelle der württembergischen Burg errichtet worden war. In Stuttgart führt uns ein Rundgang auf den Spuren Wilhelms unter anderem zum Wilhelmspalais. Im Landesmuseum sehen wir am Nachmittag die Große Landesausstellung „Im Glanz der Zaren. Die Romanows, Württemberg und Europa“, die uns Einblicke in die engen Verbindungen zwischen dem württembergischen und dem russischen Hof gibt. Vor den Toren der Stadt hatten sich Wilhelm und Katharina das Schloss Rosenstein errichten lassen, das von einem „Englischen Garten“ umgeben ist. Von hier fällt unser Blick auch auf die Wilhelma, die sich der Herrscher bis 1846 als orientalischen Lustgarten im neomaurischen Stil anlegen ließ.